
Ich bin professionelle Pferdetrainerin und unterstütze Menschen dabei, ihr Pferd besser zu verstehen. Mein Schwerpunkt liegt auf einer fairen, klaren Kommunikation und auf einer Partnerschaft, die im Alltag funktioniert. Mir sind ruhiges Lernen, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung wichtig.
Wie alles begann
Mein erstes Pony bekam ich mit sieben Jahren. Ab diesem Moment waren Pferde ein fester Teil meines Lebens. Ich habe früh gelernt, dass man mit Druck selten weiterkommt. Wirklich weiter kommt man, wenn Mensch und Pferd gemeinsame Ziele haben und beide dabei wachsen können.
Meine Jugend führte mich vom Pony Club über lange Ausritte bis hin zu Dressur- und Springunterricht. Besonders geprägt haben mich Menschen, die Pferde nicht „abstempeln“, sondern hinschauen: Warum zeigt ein Pferd dieses Verhalten? Was braucht es, damit Training wieder fair und klar wird?
Körpergefühl als Grundlage
Als Teenager standen Tanz und Theater im Vordergrund. Rückblickend war diese Phase ein Geschenk. Ich habe viel über Körperbewusstsein, Balance und Wirkung im Raum gelernt. Genau das spielt später auch im Reiten eine zentrale Rolle.
Ausbildung und prägende Stationen
Mit sechzehn bin ich intensiv in die Pferdewelt zurückgekehrt. Ein wichtiger Schritt war ein Lehrgang zur französischen klassischen Dressur mit Dominique Barbier in Nordkalifornien. Danach folgte Ausdauertraining in Südkalifornien. In Georgia lernte ich weitere Ansätze kennen, darunter Equine Tellington Touch, die Equine Awareness Methode und Centered Riding.
Nach meinem Level-Instructor-Status in Centered Riding unterrichtete ich auf San Juan Island. Später zog ich nach Pennsylvania, um meine Ausbildung als internationaler Centered Riding Instructor weiter zu vertiefen.
Mit einundzwanzig kehrte ich nach San Juan zurück. Dort unterrichtete ich Centered Riding in Vollzeit und begann, eigene Pferde auszubilden. In dieser Zeit habe ich gelernt, wie wichtig saubere Grundlagen sind: Timing, Gefühl, klare Hilfen und ein Plan, der zum Pferd passt.
Fokus auf Pferdepsychologie und Natural Horsemanship
Mit fünfundzwanzig wuchs meine Faszination für Pferdepsychologie und Natural Horsemanship. In der Genossenschaft, in der ich arbeitete, stellten wir vieles um. Hufeisen wurden abgenommen und Trensen häufig durch Seilhalfter ersetzt. Damit begann eine sehr intensive Zeit, in der ich Training noch stärker aus Sicht des Pferdes betrachtete.
In den folgenden Jahren absolvierte ich drei Parelli Assessment-Tests. Ich nahm an einer Parelli Tour teil, unterstützte ein Polocross-Team beim gebisslosen Reiten und rehabilitierte einen fünfjährigen Mustang, den ich später adoptierte. Diese Erfahrungen haben meine Arbeit nachhaltig geprägt: Probleme lassen sich oft lösen, wenn man die Ursache versteht und konsequent an den Grundlagen arbeitet.
Heute
2007 zog ich nach Europa und nahm mir bewusst Zeit für Familie und neue Perspektiven. Danach ging es mit frischer Klarheit zurück an die Arbeit. Viele Methoden und Erfahrungen, die ich über Jahre gesammelt habe, verbinden sich heute zu einem stimmigen Gesamtkonzept.
Ich unterrichte und trainiere Centered Riding und Natural Horsemanship. Mein Ziel ist, dass Mensch und Pferd ihre Aufgaben sicher, ruhig und mit Freude lösen können. Dabei geht es nicht um Show. Es geht um Verständigung, Vertrauen und um einen Alltag, der funktioniert.